Mittwoch, 12. März 2008

4. Agenda 21

Ehrlich gesagt war ich sehr kritisch gegenüber dem Projekt „Agenda 21“. Jetzt, da ich mehr darüber weiss sehe ich, dass es viele Aspekte hat, die umsetzbar wären. Dennoch muss betont werden, dass es eine Vision ist. Als Neueinsteiger in unseren Beruf wäre es unmöglich, neben der Unterrichtsplanung etc. noch ein solches Projekt auf die Füsse zu stellen. Andererseits hat es gute Ansätze, die ich schon im ersten Jahr umsetzen kann und werde. So zum Beispiel die M&U - Themenwahl. Da der Lehrplan sehr offen ist, finde ich es sehr schwierig, ein gutes Thema zu finden. Im Artikel von Otto Herz sind viele Themenvorschläge vorhanden, die umsetzbar und vor allem auch sinnvoll sind. Auch die Realbegegnung ist sehr wichtig, die Kinder lernen viel mehr. Ein für die Umwelt sinnvolles Thema ist für die Kinder sehr motivierend, da sie merken, dass SIE etwas ändern können.

Ein Gedanke, der mich nachdenklich gestimmt hat, ist die Aussage, dass sich viele Schulen als Opfer von Umständen fühlen und nicht als Gestalter von Geschichte. Es ist wahr, dass wir vor allem alle Probleme einer Schule sehen („so viele AusländerInnen, Hyperaktive...“). Es wäre schön, wenn die ganze Schule (und die Eltern) miteinander an einem Ziel arbeiten könnten. Ich glaube, dann würden viele Probleme in den Hintergrund treten. Doch leider ist so eine Zusammenarbeit höchst selten. Schon das Lehrerteam ist sich oft nicht einig, es wird „hinten herum“ übereinander gesprochen usw. Es wäre schön wenn alle den Strick in die gleiche Richtung ziehen könnten, dann wären gewaltige Projekte realisierbar.

3 Kommentare:

Pippolder hat gesagt…

Ich kann mich dir da nur anschliessen. Am Anfang dachte ich, Agenda 21, ja schön und gut, aber ist es wirklich realisierbar? Der Text hat mich davon überzeugen können, obwohl es von der Zusammenarbeit abhängig ist. Denn alleine hat man wirklich keine Chance. Das hast du auch erwähnt. Und es ist nicht nur eine Zusammenarbeit der Lehrpersonen, auch die Eltern müssen miteinbezogen werden. Obwphl auch ich denke, dass manches eher an Utopie grenzt und eine Vision bleiben wird. Nur schon aus finanzieller Sicht...

sanga hat gesagt…

Deinen Aussagen kann ich zustimmen. Ich sehe die Problematik der Umsetzbarkeit ähnlich. Jedoch plant man so ein Projekt nicht alleine, denke ich jedenfalls. Es ist wichtig, dass die ganze Schule oder eine Stufe sich daran beteiligen. Vielleicht hat die Schulgemeinde schon ein ähnliches Projekt durchgeführt. Darauf könnte beispielsweise aufgebaut werden. Ich denke, dass wir als Junglehrkräfte neue Ideen ins Schulhaus einbringen können.

Es ist eine gute Idee Themen aus der Agenda 21 zunehmen und darauf basierend ein Mensch und Umwelt Thema zu planen. Für die Mittelstufe und zum Teil Unterstufe sind die Themenvorschläge gut. Aber im Kindrgarten, wo die Kinder noch sehr ich-zentriert sind, frage ich mich ein bisschen, wie diese umgesetzt werden sollen.

juliette_estelle hat gesagt…

Ich stimmer dir bei deinem Post vollkommen zu. Ich denke auch, dass es eine Lehrperson alleine kaum schaffen, kann dies umzusetzen. Und vor allem wir als Neulehrer haben sicher zu Beginn viel anderes um die Ohren, dass dies wahrscheinlich eher untergehen wird. Allerdings können wir als Ideen mit ins Lehrerteam bingen, und wer weiss, vielleicht kann dann das eine oder andere auch umgestezt werden.

Ich persönlich denke, es ist auch für die Kinder viel eindrücklicher, wennd as ganze Schulhaus ein Thema zusammen bearbeitet. So reden die Geschwister vielleich zu Hause am Mittagstisch darüber und so bekommen auch die Eltern viel mehr mit, was gerade bearbeitet wird.