Ich möchte den Weg des Olivenöls verfolgen, von der Herkunft bis in meinen Mund. Das Olivenöl, das ich z.B. mit meinem Salat esse, kommt aus Griechenland. Die Reise beginnt also in Griechenland, an einem Olivenbaum.
Der Olivenbaum musste zuerst angepflanzt werden, wachsen, gepflegt werden, bis die Früchte abgenommen werden können. Dann müssen Fremdkörper, wie Blätter entfernt werden. Die Oliven werden im Wasserbad gewaschen und in einer Art Mahlwerk zerkleinert (mit den Kernen). Dabei entsteht eine Masse, die ausgepresst wird und so zu einer breiartigen Flüssigkeit wird. Schlussendlich wird über eine Zentrifuge das Öl aus dem Fruchtfleisch gewonnen. Für eine bessere Trennung beim zentrifugieren wird dem Saft kaltes Wasser zugegeben (wäre das Wasser warm, wäre es nicht mehr kalt gepresst). Das Öl ist jetzt noch grasgrün und trüb und noch nicht für das Konsumieren geeignet. Es wird zuerst mehrere Wochen gelagert, damit sich die enthaltenen Schwebstoffe absetzen. Erst dann kann das Öl in Flaschen abgefüllt werden. Danach wird es wahrscheinlich in Kisten gelagert und mit einem Lastwagen (?) in die Schweiz transportiert. Hier werden die Flaschen wiederum gelagert, herumgetragen, bis sie im Regal stehen. Meine Mutter nimmt eine Flasche aus dem Regal, legt sie in den Korb, bezahlt sie, bringt sie mit dem Auto nach Hause, versorgt sie im Regal. Und schliesslich landet ein Teil des Öls z.B. in meiner Salatsauce.
Das war aber noch nicht alles. Auch die Flaschen müssen zuerst hergestellt werden, mit Etikette und allem. Es bracht also viel, bis ich einige Tropfen Olivenöl verzehren kann. Und das ist erst ein kleiner Teil meiner Salatsosse. Dann kämen noch Essig, Rahm, Mayo usw.
Olivenbaum: http://www.taucher.net/redaktion/57/merocd/olivenbaum.jpg
Oliven: http://garten.kiwoo.de/olivenbaum.jpg
5 Kommentare:
Ich habe gar nicht gewusst wie aus der Olive vom Baum Öl wird. Es war interessant zu lesen. Es ist schon noch krass, dass wir uns meist gar keine Gedanken machen woher die Dinge kommen, die wir essen und was für Aufwand dahintersteckt.
Ich nehme mir für die Sommerferien in Kalabrien vor, einmal zuzuschauen wie das mit der Olivenernte und dem Öl herstellen funktioniert. Der Grossvater meines Freundes macht es immer selber. So ist der Weg des Olivenöls aus Kalabrien, das bei meinem Freund zu Hause konsumiert wird nicht so kompliziert. Der Grossvater macht das Öl und gibt es uns beim nächsten Besuch in Italien mit nach Hause...
Das Beispiel des Olivenöls finde ich sehr spannend. Ich habe mich noch nie so genau damit beschäftigt. Interessant finde ich, dass die Oliven mit den Kernen zerkleinert werden. Ich hätte jetzt vermutet, dass das Olivenöl nur aus dem Fruchtfleich entsteht.
Es ist ebenfalls faszinierend, dass daraus der besondere Geschmack des Olivenöls entsteht.
Der Vorgang ist auch relativ kompliziert und einige verschiedene Arbeiterinnen und Arbeiter, sowie Geräte sind daran beteiligt. Ich komsuniere fast täglich Olivenöl und ich habe mich noch nie gefragt, wie es entstanden ist und welcher Aufwand eigentlich dahinter steckt.
Ich finde es sehr interessant, einmal etwas über das Olivenöl zu erfahren. Täglich brauche ich Olivenöl für das Andünsten von Esswaren oder für die Salatsauce.
Nie war mir klar, dass es so ein grosser Aufwand ist, dieses Öl herzustellen. Jedoch werden anscheinend sehr viele Arbeitsschritte dazu benötigt. In den Ferien in Italien haben wir sehr grosse Felder mit Olivenbäumen aus dem Zug bestaunt. Es ist sicherlich mühsam diese Oliven von den Bäumen zu ernten, zumal bestimmt sehr viele an einem Baum hängen.
Beim nächsten Verzehr von Olivenöl werde ich an deinen Post denken.
Es ist spannend sich über Öl Gedanken zu machen, da es etwas ist, dass wir täglich in den Saucen brauchen. Ich habe gar nicht gewusst, dass die Oliven mit den Kernen zerkleinert werden...Wir bekommen oft Öl von Bekannten aus Italien. Jedoch habe ich mich noch nie wirklich gefragt, welche Arbeit dahinter steckt.
Ja, wenn man den ganzen Weg mal so bewusst verfolgt stösst man auf Überlegungen, die man vorher eigentlich noch nie so gemacht hat. Es ist auch interessant mal so "hinter die Kulissen" zu schauen. Man ist sich oft (oder eigentlich fast immer) nicht wirklich bewusst, wieviel Arbeit in diesem Fall in einem Tropfen Olivenöl steckt und ich war selber sehr überrascht, als ich deinen Post gelesen habe. Aber man lernt halt nie aus ;)
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