Freitag, 14. März 2008

Agenda 21 - Genialität oder Utopie?

Ehrlich gesagt fühle ich mich nach dem Lesen dieses Textes ein wenig überfordert... Zum Einen klingt alles super und toll und man denkt, ja, eigentlich sollte das wirklich möglich sein. Aber zum Anderen sieht man auch den Aufwand, mit dem die ganze Sache betrieben wird. Und mit diesem würde ich mich etwas überfordert fühlen. Ich finde es schon anstrengend genug als Neueinsteigerin im Lehrberuf. Da würde ich es mir nicht zutrauen, schon ein solches Projekt zu starten.

Aber ich finde den Grundsatz "jeder kann von jedem lernen" lobenswert und dies ist ein Ansatz, den ich bestimmt umsetzen möchte. Nur nicht gerade von Anfang an in diesem grossen Ausmass sondern im Kleinen angefangen.

Ich finde auch gut, dass der Text eine Art Anleitung ist, wie man dieses Ziel erreichen kann. Da geht er vom Fachunterricht, Fachübergreifendem Lernen und Arbeiten, Assembly bis hin zu öffentlichen Präsentationen, der Nachhaltigkeitsaudit im "Haus des Lernens" und dem Zusammenwirken von Schule und ausserschulischen Partnern. Es regt an zum Weiterdenken und es macht einem bwusst, was man wirklich alles tun könnte. Wenn dann alle mitarbeiten wollen. Aber ich denke, dass ist nicht so das Problem.

Sehr sinnvoll finde ich auch die Idee mit der Lernkiste für Lehrpersonen. Die von der AGENDA 21 vorgeschlagenen Themen sind wirklich sehr komplex und können sehr umfangreich behandelt und ausgeschöpft werden. Da ist es nicht nur eine Erleichterung, sondern auch eine ungemeine Bereicherung, wenn alle Lehrpersonen des Schulteams sich mit einem Thema auseinander setzen. Denn jede und jeder hat wieder andere Ideen zur Umsetzug oder Ansichten. Auch die verschiedenen Ressourcen und das Hintergrundwissen kann so zusammengetragen werden. Es wäre ja pure Zeitverschwendung, wenn sich jede Lehrperson Tage-, ja sogar Wochenlang in ein bestimmtes Thema einlesen müsste. -> gemeinsam ist besser als einsam!!

Auch die Idee mit der Assembly hat mich hellhörig gemacht. Die Schüler und Schülerinnen können so sinnvoll in den Unterricht einbezogen werden. Wieso muss immer die Lehrperson den Kindern diese Themen beibringen? Ist es nicht viel ergibiger, die Kinder in Gruppen Teilthemen erarbeiten zu lassen, welche sie dann einander präsentieren können? Die Lehrperson ist etwas entlastet und die Kinder sind viel mehr bei der Sache und lernen nicht nur das Sachwissen zum Thema, sondern sie üben sich in vielen verschiedenen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikation etc.

Alles in allem finde ich die Idee der Agenda 21 super, man muss sich aber bewusst sein, dass man klein anfangen sollte. Ausbauen kann man immer noch mit der kommenden Zeit und Erfahrung.

-> Der Grundgedanke dabei ist entscheidend!!

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