Samstag, 29. März 2008
Meine Beziehung zur Natur
Ich sehe mich als Teil der Natur und deshalb möchte ich die Natur auch möglichst so erhalten, wie sie ist. Es käme mir nie in den Sinn, wenn ich beispielsweise im Wald bin, Abfall wegzuwerfen. Dieses Gefühl gegenüber der Natur sollten wir im Unterricht auch den Schülerinnen und Schülern mitgeben. Das finde ich wichtig und trägt auch der nachhaltigen Entwicklung bei.
Donnerstag, 27. März 2008
5. Natur & ich
Wir liefen durch den Wald, immer wieder hielten wir an und bestaunten die Natur. Gegenseitig wiesen wir auf die Schönheit des Waldes hin. Es viel mir auf, dass es schwer ist, die Wunder der Natur in Worte zu fassen. Der Blick auf kleine Weiher und Bäche war einfach unbeschreiblich.

Plötzlich wies meine Freundin auf einen Baum. Dort hatte sie ein niedliches Eichhörnchen entdeckt. Es hatte einen weissen Bauch und schaute uns an. Nach einer Weile sprang es den Baum hinunter und verschwand im Wald. Wir sahen auch Enten und Fische.
Doch auch in dieser Idylle erlebten wir die Werke des Menschen. An einem Ort führten dicke
Tracktorspuren in den Wald. Der Erdboden war aufgewühlt, Äste und kleine Bäume geknickt. Ausserdem hörten wir neben dem Zwitschern das Vorbeifahren der Autos auf der nahe liegenden Autobahn.
Es ist schade, dass wir nicht besser auf die Natur achten. Wir plündern sie aus, damit wir im Luxus leben können.
Bilder:
http://www.cyberclimber.de/bergnews/bildschirmhintergruende/laaer-wald.jpg
http://www.indymedia.ie/attachments/feb2007/lismullin_wood.jpg
Accessed: 27.03.08
Dienstag, 25. März 2008
Naturbegegnungen
Vor den Ostern und noch vor dem Schnee ging ich im Wald Rad fahren. Es ist eine selten befahrene Strasse, teils sind es Naturstrassen. Ich war so zu sagen alleine auf weiter Flur, nur ich und die Natur. Die ersten Blumen blühten am Wegrand, vor allem Schneeglöckchen und blau-violette Blumen, die ich jedoch nicht mit Namen benennen kann.
Die Bäume trugen keine Blätter, jedoch hatten einige Pflanzen schon Sprosse, aufgrund des überdurchschnittlich warmen Wetters in den vergangenen Wochen. Ich befürchte, dass diese durch den abrupten Wetterumbruch verfroren sind. Diese starken Wetterwechsel verursachen wir. Einerseits finde ich es sehr schön, wenn es so warm ist, aber für die Natur ist es bestimmt nicht gut.
Immer wieder atmete ich die reine Bergluft ein, die herrlich nach Wald duftete. Ein Gefühl von Freiheit kam in mir hoch.
Immer wieder kam ich an kleinen und grösseren Bächen vorbei. Das laute rauschen des Wassers übertönte alle anderen Geräusche.
Ich hörte dem Vogelgezwitscher aufmerksam zu. Es hörte sich an, wie wenn sie miteinander verteilt auf die Bäume sprechen würden. Mir wurde bewusst, dass ich das Vogelgezwitscher im Winter sehr vermisst habe. Das rege „Sprechen“ stimmte mich fröhlich aber auch nachdenklich. Denn wir zerstören den Lebensraum der Tiere. Wo sollen die Vögel ihre Nester bauen, wenn wir alles abholzen?
Ich merkte, dass ich nur ein winzig kleiner aber trotzdem ein wesentlicher Teil der Natur bin. Wird die Natur zerstört, können wir Menschen auch nicht mehr Leben.
Freitag, 14. März 2008
Agenda 21 - Genialität oder Utopie?
Aber ich finde den Grundsatz "jeder kann von jedem lernen" lobenswert und dies ist ein Ansatz, den ich bestimmt umsetzen möchte. Nur nicht gerade von Anfang an in diesem grossen Ausmass sondern im Kleinen angefangen.
Ich finde auch gut, dass der Text eine Art Anleitung ist, wie man dieses Ziel erreichen kann. Da geht er vom Fachunterricht, Fachübergreifendem Lernen und Arbeiten, Assembly bis hin zu öffentlichen Präsentationen, der Nachhaltigkeitsaudit im "Haus des Lernens" und dem Zusammenwirken von Schule und ausserschulischen Partnern. Es regt an zum Weiterdenken und es macht einem bwusst, was man wirklich alles tun könnte. Wenn dann alle mitarbeiten wollen. Aber ich denke, dass ist nicht so das Problem.
Sehr sinnvoll finde ich auch die Idee mit der Lernkiste für Lehrpersonen. Die von der AGENDA 21 vorgeschlagenen Themen sind wirklich sehr komplex und können sehr umfangreich behandelt und ausgeschöpft werden. Da ist es nicht nur eine Erleichterung, sondern auch eine ungemeine Bereicherung, wenn alle Lehrpersonen des Schulteams sich mit einem Thema auseinander setzen. Denn jede und jeder hat wieder andere Ideen zur Umsetzug oder Ansichten. Auch die verschiedenen Ressourcen und das Hintergrundwissen kann so zusammengetragen werden. Es wäre ja pure Zeitverschwendung, wenn sich jede Lehrperson Tage-, ja sogar Wochenlang in ein bestimmtes Thema einlesen müsste. -> gemeinsam ist besser als einsam!!
Auch die Idee mit der Assembly hat mich hellhörig gemacht. Die Schüler und Schülerinnen können so sinnvoll in den Unterricht einbezogen werden. Wieso muss immer die Lehrperson den Kindern diese Themen beibringen? Ist es nicht viel ergibiger, die Kinder in Gruppen Teilthemen erarbeiten zu lassen, welche sie dann einander präsentieren können? Die Lehrperson ist etwas entlastet und die Kinder sind viel mehr bei der Sache und lernen nicht nur das Sachwissen zum Thema, sondern sie üben sich in vielen verschiedenen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikation etc.
Alles in allem finde ich die Idee der Agenda 21 super, man muss sich aber bewusst sein, dass man klein anfangen sollte. Ausbauen kann man immer noch mit der kommenden Zeit und Erfahrung.
-> Der Grundgedanke dabei ist entscheidend!!
Mittwoch, 12. März 2008
Agenda 21, Text von Otto Herz
Ich denke, dass es sehr schwierig ist als Neueinsteiger im Beruf ein solch umfassendes Projekt einzuführen. Otto Herz spricht an, dass man im Team solche Themen gemeinsam erarbeiten kann. Das finde ich eine tolle Idee. Er hat dazu das Beispiel des Themas Wasser erwähnt. Denn wenn eine Lehrperson aus dem Team beispielsweise das Thema Wasser mit den Schülerinnen und Schülern behandelt, könnten die Unterlagen für andere Lehrpersonen aus dem Team bereitgestellt werden. So können die Unterlagen immer weiter entwickelt werden und schlussendlich profitieren alle davon. Wenn man dann viele überarbeitete Themen hat, wird man kompetenter in diesem Thema.
Otto Herz erwähnt in seiner Arbeit die „Kinderagenda“. Zuerst habe ich gedacht, dass das eine Vereinfachung der Agenda 21 sei, aber im Internet habe ich dann gefunden, dass 2004 in Budapest die „Kinderagenda“ als 4. Europäsche Konferenz unter dem Titel „The Future for our Children“ abgehalten wurde. Dort wurde ein Aktionsplan erarbeitet.
Toll finde ich die Assembly, die schulinterne Versammlung aller Schülerinnen und Schüler und den Lehrpersonen. Das habe ich im Praktikum auch schon gesehen und fördert den Austausch unter den Klassen sehr. Gemeinsame Probleme oder Ideen werden angesprochen, diskutiert und eine Lösung wird gefunden. Das wäre auch eine gute Sache, die man im Team gemeinsam angehen kann und die ich sinnvoll finde.
Ich finde die Agenda 21 eine gute Sache, die man in irgendeiner Form umsetzen sollte. Ich denke aber, dass das eine Angelegenheit ist, die man im Team besprechen und angehen muss. Alleine würde ich mir das nicht zutrauen.
4. Agenda 21
Ehrlich gesagt war ich sehr kritisch gegenüber dem Projekt „Agenda 21“. Jetzt, da ich mehr darüber weiss sehe ich, dass es viele Aspekte hat, die umsetzbar wären. Dennoch muss betont werden, dass es eine Vision ist. Als Neueinsteiger in unseren Beruf wäre es unmöglich, neben der Unterrichtsplanung etc. noch ein solches Projekt auf die Füsse zu stellen. Andererseits hat es gute Ansätze, die ich schon im ersten Jahr umsetzen kann und werde. So zum Beispiel die M&U - Themenwahl. Da der Lehrplan sehr offen ist, finde ich es sehr schwierig, ein gutes Thema zu finden. Im Artikel von Otto Herz sind viele Themenvorschläge vorhanden, die umsetzbar und vor allem auch sinnvoll sind. Auch die Realbegegnung ist sehr wichtig, die Kinder lernen viel mehr. Ein für die Umwelt sinnvolles Thema ist für die Kinder sehr motivierend, da sie merken, dass SIE etwas ändern können.
Ein Gedanke, der mich nachdenklich gestimmt hat, ist die Aussage, dass sich viele Schulen als Opfer von Umständen fühlen und nicht als Gestalter von Geschichte. Es ist wahr, dass wir vor allem alle Probleme einer Schule sehen („so viele AusländerInnen, Hyperaktive...“). Es wäre schön, wenn die ganze Schule (und die Eltern) miteinander an einem Ziel arbeiten könnten. Ich glaube, dann würden viele Probleme in den Hintergrund treten. Doch leider ist so eine Zusammenarbeit höchst selten. Schon das Lehrerteam ist sich oft nicht einig, es wird „hinten herum“ übereinander gesprochen usw. Es wäre schön wenn alle den Strick in die gleiche Richtung ziehen könnten, dann wären gewaltige Projekte realisierbar.
Dienstag, 11. März 2008
Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Schule
Beim Lesen des Artikels wurde mir bewusst, dass es wirklich nicht ausreicht einen Projekttag einmal im Schuljahr zu machen. Nachhaltige Entwicklung geschieht über längere Zeit und nicht von heute auf morgen. Deshalb erachte ich das Schulprogramm als einer der zentralsten Aspekte, den Herz nennt. Die gesamte Schule und das Lehrerteam muss sich überlegen, was sie erreichen will. Man versucht dann diese Ziele während einer bestimmten Zeit zu erreichen. Ich weiss, dass eine Praktikumsschule das Jahresthema Sorgfalt aufgenommen hat und diesbezüglich auch versucht hat, globale Aspekte einzuflechten.
Theater zu veranstalten finde ich persönlich auch eine sehr gute Idee, weil man auch die Öffentlich damit erreichen kann. Die Idee mit den Schuafenstern sehe ich kritisch. Dahingegen sind Versammlungen aller Klassen und Diskussionen über nachhaltige Entwicklung als sinnvoll an. Auch Experten einzuladen, die den Schülerinnen und Schülern Auskunft geben können, sind sehr wichtig. Als sehr witzig und originell betrachte ich die Stapelung von Müll in einer Röhre auf offener Strasse. Diese Idee würde ich in meiner Schule unbedingt umsetzen wollen.
Rückmeldung zu Ihren bisherigen posts
Eigentlich wüssten wir alle ja, wie wir uns nachhaltiger verhalten sollte, aber da spielen eben grosse Gegenkräfte mit, die dies verhindern: Sie haben die Bequemlichkeit in Ihren ersten posts genannt, den Zeitdruck, die schlechten ÖV-Fahrpläne und anderes mehr. Trotzdem werden wir nicht umhin kommen, diese Gegenkräfte immer stärker zu überwinden, wenn wir unseren Kindern eine gute Zukunft ermöglichen wollen.
Zum zweiten Wochenimpuls haben Sie verschiedene Beispiele der Nutzung alternativer Energien aus Medienberichten aufgezeigt. Gefreut hat es mich auch, dass einige von Ihnen bei der kritischen Prüfung solcher Energien das Nachhaltigkeitsdreieck angewendet haben.
Anhand der verschlungen Wege verschiedener Produkte haben Sie zum dritten Wochenimpuls eindrücklich gezeigt, wie stark vernetzt und globalisiert unsere Welt ist und welche Folgen negative Produktionsbedingungen auf Menschen haben können. Ich fand den Hinweis gut, dass wir bei solchen Analysen häufig den sozialen Bereich des Nachhaltigkeitsdreiecks vergessen.
C. Stucky
Freitag, 7. März 2008
Vernetzungen im Alltag - Was tragen wir eigentlich?
Als ich mich dann zuhause mal an den Laptop setzte und den Wochenimpuls las, kam mir das gleich in den Sinn und ich untersuchte mal meinen Kleiderschrank. Viele Dinge habe ich in einem Geschäft eingekauft, wo die Kleider günstiger sind, als „normal“. Wer nicht viel Geld hat kann halt auch nicht viel ausgeben… Auf jeden Fall habe ich mir mal angesehen, woher die Kleider eigentlich kamen. Da stand z.B.: Made in Cambodia, Made in China, Made in Turkey, Made in Indonesia, Made in Poland, Made in Romania, Made in Ukraine…
Diese Kleider sind wahrscheinlich durch Hände von Menschen gegangen, die so wenig Geld damit verdienen, dass sie kaum davon leben können. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sie durch Kinderhände gegangen sind, obwohl sich in meinem Innern alles gegen diesen Gedanken wehrt.
Aber zuerst mal der Reihe nach.
Als erstes muss das Rohmaterial vorhanden sein. Dazu habe ich in Wikipedia etwas nachgeforscht. Der Anbau von Baumwolle ist in vielen Entwicklungsländern die Lebensgrundlage von Bauernfamilien. Der Anbau ist nicht all zu schwer und die Pflanzen sind sehr widerstandsfähig. Aber die ernte und die Verarbeitung ist mühsam, da die Bauernfamilien in den Entwicklungsländern nicht genug Geld haben für Maschinen und deshalb die Baumwolle von Hand pflücken müssen. Die grössten Produzenten von Baumwolle sind China, USA und Indien. Dann kommen mit weit weniger Anteil Pakistan, Brasilien, Usbekistan und Westafrika. Dann wird die Baumwolle weiter transportiert und zu Stoff weiterverarbeitet. Dieser Stoff wird wieder weiter transportiert in alle möglichen Länder, um dort zu Kleidungsstücken weiterverarbeitet zu werden. Nur schon allein diese Transportkosten wären sehr hoch. Dazu kommt noch die Arbeit von den Menschen, welche die Baumwolle geerntet haben, diese gesponnen und schliesslich zu Stoff verarbeitet haben. Ganz zu schweigen von den Menschen, welche die Kleider dann hergestellt haben. Also durchläuft ein Kleidungsstück aus der Türkei etwa 4 – 5 Stationen, bis sie endlich bei uns in einem Kleidergeschäft landen. Und dann kosten sie weniger, als den Stoff alleine, den man in der Schweiz kaufen müsste, um ein solches Kleidungsstück herzustellen.
Eigentlich würde man es ja wissen… Nur ist man es sich beim Kauf selber nicht immer bewusst. Erst wenn man sich dann Gedanken darüber macht. Man bekommt dann schon ein schlechtes Gewissen und denkt, ja, Kleider haben halt schon ihren Preis. Wenn man nur schon schaut, was der Stoff selber in einem Stoffladen kosten würde. Das habe ich mir nämlich auch mal angeschaut und verglichen. Wenn ich mir nur den Stoff für eine Jeans z.B. kaufen würde, dann würde ich schon mehr bezahlen, als eine fertige Jeans in einem Kleidergeschäft kostet. Ich hätte dann aber erst den Stoff und müsste mir die Jeans noch selber zusammen nähen. Das war schon etwas erschreckend. Denn beim Preis der fertigen Jeans sind ja nicht nur der Stoff dabei, sondern auch die Arbeit und der Weg. Und der war ja eben nicht immer kurz.
Mittwoch, 5. März 2008
Stationen einer Banane
Mehr als 80% des europäischen Bananenimports stammen aus Lateinamerika und der Karibik. Diese Länder sind massgeblich vom Bananenexport abhängig, weil dieser einen grossen Anteil der Exporteinkünfte ausmacht.
Die Bananenstaude muss zuerst von Arbeitern auf der Plantage angepflanzt werden. Es werden also nur Bananen auf dieser Plantage angebaut, so diese als Monokultur bezeichnet wird. Dadurch muss übermässig viel Pflanzenschutzmittel durch die Arbeiter gespritzt werden, wodurch das Feld danach vergiftet und gesperrt ist. Die Arbeiter haben meist keine Schutzmasken und müssen unter miesen Bedingungen arbeiten. Der Lohn ist sehr niedrig. Wenn eine Banane das Max Havelaar-Gütesiegel besitzt, wird gewährleistet, dass mehr Geld in das Herkunftsland fliesst als es bei anderen der Fall ist. Dadurch können die Arbeiter besser entlöhnt werden.
Die Bananen werden dann grün geerntet, verpackt und danach zu einem Hafen gebracht. Dort werden die Bananen auf Schiffe verladen und ins Importland transportiert. Auf den Schiffen werden sie konstant gekühlt. Beim Zielhafen angekommen, entladen Arbeiter die Bananen und bringen sie in so genannte Bananenreifereien. Die Angestellten, Reifer, sorgen durch Zugabe des Gas Ethen, dass die Bananen reifen. Wenn der Reifeprozess weitestgehend abgeschlossen ist, werden die Bananen mit Lastwagen in das jeweilige Land/den jeweiligen Ort transportiert.
Angestellte der Supermärkte laden diese ab und bringen sie in de
n Laden zum Verkauf. In direkten Kontakt komme ich nur mit der Verkäuferin. Jedoch beeinflusse ich mit meinem Konsum auch die Bedingungen in den Herstellerländern. Deshalb achte ich darauf, Max Havelaar-Bananen zu kaufen. Die Banane ging schon durch x-Hände bevor ich sie verzehre. Dafür ist der Preis relativ niedrig. Eigentlich müssten Bananen viel teurer sein, wenn man bedenkt, dass so viele Leute ihren Lebensunterhalt daraus finanzieren müssen.
Dienstag, 4. März 2008
3. Vernetzungen: Der Weg des Olivenöls
Ich möchte den Weg des Olivenöls verfolgen, von der Herkunft bis in meinen Mund. Das Olivenöl, das ich z.B. mit meinem Salat esse, kommt aus Griechenland. Die Reise beginnt also in Griechenland, an einem Olivenbaum.
Der Olivenbaum musste zuerst angepflanzt werden, wachsen, gepflegt werden, bis die Früchte abgenommen werden können. Dann müssen Fremdkörper, wie Blätter entfernt werden. Die Oliven werden im Wasserbad gewaschen und in einer Art Mahlwerk zerkleinert (mit den Kernen). Dabei entsteht eine Masse, die ausgepresst wird und so zu einer breiartigen Flüssigkeit wird. Schlussendlich wird über eine Zentrifuge das Öl aus dem Fruchtfleisch gewonnen. Für eine bessere Trennung beim zentrifugieren wird dem Saft kaltes Wasser zugegeben (wäre das Wasser warm, wäre es nicht mehr kalt gepresst). Das Öl ist jetzt noch grasgrün und trüb und noch nicht für das Konsumieren geeignet. Es wird zuerst mehrere Wochen gelagert, damit sich die enthaltenen Schwebstoffe absetzen. Erst dann kann das Öl in Flaschen abgefüllt werden. Danach wird es wahrscheinlich in Kisten gelagert und mit einem Lastwagen (?) in die Schweiz transportiert. Hier werden die Flaschen wiederum gelagert, herumgetragen, bis sie im Regal stehen. Meine Mutter nimmt eine Flasche aus dem Regal, legt sie in den Korb, bezahlt sie, bringt sie mit dem Auto nach Hause, versorgt sie im Regal. Und schliesslich landet ein Teil des Öls z.B. in meiner Salatsauce.
Das war aber noch nicht alles. Auch die Flaschen müssen zuerst hergestellt werden, mit Etikette und allem. Es bracht also viel, bis ich einige Tropfen Olivenöl verzehren kann. Und das ist erst ein kleiner Teil meiner Salatsosse. Dann kämen noch Essig, Rahm, Mayo usw.
Olivenbaum: http://www.taucher.net/redaktion/57/merocd/olivenbaum.jpg
Oliven: http://garten.kiwoo.de/olivenbaum.jpg
Vernetzungen entdecken
Die Banane legt aber einen weiten Weg zurück bis zu mir nach Hause. In der Schule hatten wir vor etwa fünf Jahren einmal einen Bericht gelesen über die Bananen von Chiquita. Die Menschen, die die Bananen angebaut haben, mussten für wenig Geld unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. So mussten sie zum Beispiel die Bananen mit Pestiziden bearbeiten und hatten dabei keinerlei Schutz an. Dabei wohnten sie in Baracken, die so schlecht waren, dass man sie nicht als Schlafstätte bezeichnen konnte. Die meisten Menschen wurden von den Pestiziden und der fehlenden Hygiene krank und konnten beispielsweise keine Kinder mehr zeugen. Viele starben noch jung. Das hat natürlich weltweit viel Empörung ausgelöst. Nicht nur die unmenschlichen Bedingungen der Menschen, die auf den Plantagen gearbeitet haben, sondern auch, dass die Zwischenhändler der Bananen so viel verdienen und die Menschen auf den Plantagen fast nichts. Mich hat das auch schockiert und ich entschied mich gegen weitere Einkäufe dieses Produktes.
Chiquita hat vor einigen Jahren jetzt das Label mit dem grünen Frosch entwickelt, dass zeigen soll, dass auf die Umwelt Rücksicht genommen wird. Ob es nun wirklich besser ist, weiss ich nicht. Ich persönlich kaufe keine Chiquita Bananen mehr. Wenn ich im Lebensmittelgeschäft bin, kaufe ich fair trade Produkte, die dafür stehen, dass die Menschen nicht in unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen und mehr Geld verdienen. Das ist mein Beitrag, den ich dazu leiste. Und ich denke, dass das ein wichtiger Beitrag ist. So profitieren auch die fair trade Organisationen und können so die Nachhaltigkeit der umwelt – und menschenfreudlichen Entwicklung weiterführen.