Dienstag, 26. Februar 2008

Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Ich habe den W&O vom 26. Februar durchgeblättert und bin auf den Artikel „Die Zukunft gehört der Sonne“ gestossen.
Wie aus dem Titel zu schliessen ist geht es um verschiedene Energiequellen, wie zum Beispiel auch die Sonnenenergie. Aber der Artikel hat noch einen zweiten Schwerpunkt auf der Isolation von Wohnbauten. Nach diesem Artikel, stammen 43 Prozent der CO2-Emission in der Schweiz von Wohngebäuden. Mit besserer Isolation müsse weniger geheizt werden -> weniger CO2-Ausstoss -> niedrigere Heizkosten.
Der zweite Schwerpunkt des Artikels wurde auf die kommunale Energiepolitik gelegt. Dabei ging es um die verschiedenen Arten, wie Energie gewonnen werden kann und welche Projekte realisierbar wären. Es kam der Vorschlag, dass die Landwirte zu Energiewirten werden indem sie auf ihren Ställen Sonnenkollektoren anbringen und zum anderen auch Biogasanlagen haben. Dabei war eine Aussage zentral: „Die Zukunft gehört der Sonnenenergie.“

Schön und gut, aber etwas Neues ist es ja nicht gerade und es ist erschreckend zu sehen, dass immer noch nicht viel unternommen wurde. Hier besteht eine sehr grosse Wechselwirkung zwischen Ökologie, Ökonomie und Sozialem. Zum einen wäre der Umwelt wirklich sehr geholfen, denn der Anteil von 43 Prozent am gesamten CO2-Ausstoss ist besorgniserregend. Zum anderen stehen dem die Ökonomie und die Wirtschaft gegenüber. Wenn nun die Landwirte Energie produzieren können, was machen dann die verschiedenen Elektrizitätswerke? In meinem Quartier hat es genau so ein „Nullenergiehaus“. Sie ihren eigenen Strom und müssen praktisch nicht heizen, da das Haus bestens isoliert ist. Sie erzeugen sogar überschüssige Energie, die sie mit anderen Familienhäusern in der direkten Umgebung teilen und einen Teil können sie an das EW verkaufen. Doch wenn jetzt überall solche Häuser stehen, braucht es irgendwann kein EW mehr. Diese haben das Problem erkannt und haben eine Limite gesetzt. Sie wollen ja schliesslich „überleben“ auf dem Markt.

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

„Neu“ ist die Nutzung der Sonnenenergie wirklich nicht. Doch ich finde es gut, dass erneut darauf aufmerksam gemacht wird, dass diese Art von Energie die grösste Zukunft hat. Denn gerade beim Heizen ist der CO2-Ausstoss besonders gross. Und genau dies soll ja verhindert werden. Mit einem „Nullenergiehaus“ kommen wir unserem Ziel, möglichst nachhaltig zu leben, schon sehr nahe. Denn wer kann schon von sich behaupten, nicht heizen zu müssen? Solche Lösungen müssen meiner Meinung nach vermehrt umgesetzt werden. Deshalb kann ich nicht nachvollziehen, warum du dir Sorgen um die Elektrizitätswerke machst. Zurzeit hat es noch genügend Industrien und Privathäuser, die ihren Strom vom Elektrizitätswerk beziehen und sicherlich noch lange werden.

Michèle Hasler, LG 05 Gf

PS: Ökonomie = Wirtschaft;-)

JoLu hat gesagt…

Ich habe nicht gewusst, dass die schlechte Isolation so viel der CO2-Emissionen ausmacht. Doch es ist leichter gesagt als gemacht, das Haus zu isolieren. Es ist z.B. auch wieder recht teuer. Bei unserem Haus wäre eine Isolation (fast) nicht möglich. Unser Haus ist 350 Jahre alt und steht unter Heimatschutz. Damit es wirklich gut isoliert wäre, müsste man es niederreissen und neu bauen... Wegen dem Heimatschutz durften wir nicht einmal Solarzellen anschaffen (wegen der Veränderung der Fassade...). Es ist also nicht immer so einfach...

Johanna Lüthi, LG 05C/d

Anonym hat gesagt…

Ich bin der Überzeugung, dass der Mensch schon längst über die nötigen Technologien verfügt, die eine nachhaltige Entwicklung gewährleisten; doch werden sie nur in Ausnahmefällen eingesetzt.

Man denke einmal an die Autoindustrie. - Was müsste für ein Umdenken von Seite der Wirtschaft stattfinden, wenn wir zukünftig nur noch in Solarmobilen herumfahren dürften?

fallingstar hat gesagt…

Ich finde es gut, dass du einen Artikel ausgewählt hast, der von etwas schreibt, das jeder kennt, aber noch lange nicht von jedem bewusst erkannt oder eben genutzt wird.
Es gibt sehr wenige, die ihren Haushalt mit Sonnenenergie betreiben, obwohl es eigentlich etwas sehr gutes für die Umwelt wäre. Bei uns in Flawil werden beispielsweise die Duschen im Freibad mit Sonnenenergie aufgewärmt. Das finde ich schon mal ein sehr guter Anfang.
Und der zweite Punkt den du erwähnst, der war mir selber nicht bewusst. Und trotzdem klingt es sehr einleuchtend und ist echt ein Vorteil, wenn man weiss, was es mit sich bringt, wenn man das Haus gut isoliert.

Nadine Graf, LG 05 Aa